Ein Studium ist ein Abschnitt im Leben eines jungen Menschen, der sich noch finden muss. Es ist daher nicht immer einfach, den überall lauernden Ablenkungen standzuhalten.

Blockaden durch Liebeskummer

Liebeskummer ist für das Studium besonders hinderlich, da man zum Lernen bzw. Anfertigen eines Referats oder einer Semesterarbeit viel Zeit mit sich selbst verbringen muss. Sich dauernd aufdrängende Gedanken an den Schwarm beeinträchtigen die Konzentration stark. Das ist aber relativ harmlos und dem allgemeinen Phänomen der Prokrastination zuzuordnen, wovon praktisch alle Studenten betroffen sind.

So ein Problem löst sich meistens mit wachsendem Zeitdruck selbst. Gefährlich wird es erst, wenn Gefühle wie Trauer und Enttäuschung im Spiel sind, etwa durch einen Korb oder gar durch die Trennung von der großen Liebe. So etwas kann regelrecht lähmend wirken, da durch persönliche Krisen die beruflichen Ziele aus dem Fokus geraten. Um schnell wieder arbeitsfähig zu sein, sollte man sich bewusst Zeit nehmen, um den Liebeskummer „auszukurieren“. Um aus der Grübelfalle herauszukommen, können Entspannungstechniken oder die Ablenkung durch Freunde helfen.

Lernen und Feiern im Gleichgewicht

Partys können dann hilfreich sein, um auf andere Gedanken zu kommen. Nach einer Trauerphase geht man wieder unter Menschen und hat Spaß am Leben. Überhaupt sind Partys im Leben eines Studenten eine prima Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Jedoch besteht auch hier die Gefahr, dass das Feiern überhandnimmt und zu viel Zeit wegnimmt um richtig zu lernen. So werden Klausuren nicht bestanden und das Studium verlängert sich bzw. muss aufgrund zu vieler Fehlversuche abgebrochen werden. Um das zu vermeiden, sollte man sich selbst Regeln fürs Feiern setzen: Zeit fürs Lernen und Zeit für Partys strikt voneinander trennen, sich bewusst fürs Zeit fürs Lernen nehmen und den Zeitplan auch einhalten, sein Alkohollimit kennen und entsprechend rechtzeitig nach Hause gehen. Sich an solche Vorgaben zu halten hilft dabei, eine Balance zwischen richtig lernen und feiern herzustellen und sich mit gutem Gewissen eine Pause vom Unistress zu gönnen.

Richtig lernen: Tipps

Generell sollte man als Student für Ausgleich (z.B. Sport, Entspannungsübungen) sorgen, um wieder Kraft für anstehende Aufgaben zu schöpfen. Einmal am Schreibtisch angekommen, ist es wichtig, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. Nach Erreichen eines realistischen Ziels sollten dann kleine Pausen ganz ohne Studieninhalte gemacht werden, z.B. Haushalt, essen etc. In konzentrierten Arbeitsphasen werden Ablenkungen vermieden, indem man z.B. das Handy abschaltet. Befindet man sich tatsächlich einmal in einem Motivationstief, sollte man sich klar machen, welches Ziel man mit dem Studiengang verfolgt und sich aufschreiben, welche Vorteile man vom Erledigen der jeweiligen Aufgabe hat – so kann man sich selbst dann wieder aufraffen, wenn man den Ablenkungen einmal nicht widerstehen konnte. In jedem Fall gilt: ergebnis- und zielorientiert arbeiten und sich für Blockaden nicht selbst verurteilen.